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Jungpflanzen und Pflanzenfärberei im ehemaligen Lehrergarten.

Wenn am 07.05.2011 um 11 Uhr die Gartenpforte geöffnet wird, kann man überzählige Jungpflanzen von Tomaten, Gemüse und Färberpflanzen, sowie alle wichtigen Informationen zu den alten Sorten ergattern. Bis 16 Uhr wird auch die Pflanzenfärberei auf Wolle und Seide demonstriert.

Also, auf nach Hummersen

Demografischer Wandel, immer mehr Leerstand und Verfall in den Dörfern und Städten, immer lautere Rufe nach Abriss und Neubau. Das sind die Negativmeldungen, die überall les- und hörbar sind, Murphy ist nun mal überall und macht auch keinen Unterschied. Dabei sollte doch klar sein, dass nur negativ nicht stimmen kann. Wo Täler liegen, stehen auch Berge rum.

Wo sind die Berichte über erfolgreich sanierte Bauern- und Stadthäuser? Wer erzählt etwas über umgesetzte Nutzungskonzepte? Und vor allem, wer ist bereit, den Mantel des Schweigens über Kosten und Probleme zu lüften? Es muss ja nicht gleich die totale Offenbarung sein, aber Geheimniskrämerei ist nicht dafür geeignet, Nachahmer zu finden. Ich kann mich noch gut erinnern, wie händeringend wir nach solchen Informationen gesucht haben.

Hier auf diesen Seiten will ich Beispiele zeigen, wie es gehen kann und welche Ideen zu welchen Ergebnissen geführt haben. Vorerst schauen Sie sich doch einfach bei den Mitgliedern um (Navigation: Mitglieder im Netz)

Im vergangenen Jahr, kurz vor dem Herbststreffen, bekam ich über eine Mailingliste Kontakt zu Ute Amaning, die sich den Erhalt der alten Schule in Holtensen auf die Fahnen geschrieben hat. Ich lud sie spontan zum IGB-Treffen ein und gemeinsam mit Herrn Wilhelm/Außenstelle Calenberger Land präsentierte sie uns in einem spannenden Vortrag ihr vorläufiges Konzept. Die Nachbearbeitung des Themas konnte man im Holznagel Nr. 5/2010 lesen.

Die alte Schule in Holtensen (PDF)

In der Zwischenzeit hat sich der Freundeskreis Alte Schule Holtensen e.V. gegründet. Außerdem wurde das ehrgeizige Projekt in das  Forschungsprojekt von Prof. Dr.-Ing. Günther Kokkelink aufgenommen: Conrad Wilhelm Hase (1818-1902), Gründer der Hannoverschen Architekturschule. Herrn Professor Kokkelink sind auch die Zeichnungen zu verdanken, die Ute Amaning in ihrem Vortrag und dem anschließenden Artikel verwenden durfte.

Lage

Heute morgen fiel mir ein Artikel in der LZ ganz besonders ins Auge. In Lage will man sich parteiübergreifend beim geplanten Neubau von Geschäftshäusern in der Innenstadt für den Erhalt historischer Fassaden einsetzen.

Der ganze Artikel: Stadt soll ihr Gesicht erhalten (PDF)

Man kann ja durchaus geteilter Meinung über so einen Minimalerhalt sein. Ich denke, besser so als gar nicht. Besser ist es, wenn eine historische Ansicht nicht einfach nur zerissen wird, indem die alten Gebäude abgerissen und stattdessen ein Neubau hingesetzt wird. Die heute üblichen Fassaden können noch so sehr angeglichen werden, allein die modernen Baustoffe sorgen schon für einen gewaltigen Bruch. Dazu kommt, dass die zumeist filigrane und detailreiche Ansicht gar nicht nachgebildet werden kann weil sich die Baustoffe von heute dafür nicht eignen oder die Herstellungskosten explodieren würden.

Vorher sollte man sich aber dennoch Gedanken darüber machen, ob nicht doch der ursprüngliche Bau in seiner Ganzheit erhalten werden kann. Manchmal helfen dabei die Fähigkeit, quer zu denken und unorthodoxe Lösungen  zuzulassen.

Auf jeden Fall findet sich der Bürger wohl am ehesten mit der Fassadenlösung zurecht, als mit einem Komplettabriss.

Und um das klarzustellen: Das hier ist meine ganz persönliche Meinung, die IGB hat damit rein gar nichts zu tun.

Bei schönstem Herbstwetter trafen am 31.10.09 sich einige Tauschwillige im Garten der alten Schule , um Samen, Ableger und Stauden zu tauschen. Besonders gefragt war die gelbe Winteraster, von der es hier 3 große Horste gab. Zwei davon werden im nächsten Jahr einen anderen Garten schmücken. Diese Aster ist so genügsam, dass sie den Umzug garantiert ohne Schaden zu nehmen überstanden hat. Auch von den Dahlien fanden einige Knollen neue Besitzer. Die hatten sich im vergangenen Sommer zu regelrechten Monsterknollen entwickelt, so sehr fühlten sie sich hier in der lehmigen Erde wohl. Im Gegenzug konnte ich eine Pfefferminze, Wildrose und diverse andere Stauden ertauschen, die die Vielfalt im Garten ergänzen werden.

Die Tauschlustigen gingen erst gegen 16 Uhr wieder vom Hof weil man sich so gut über Tipps und Tricks unterhalten konnte. Und alle wollen im Frühjahr wieder kommen, um vorgezogene Sommer- und Gemüsepflanzen zu tauschen.

Abbruchwahn

Anstatt für alte Gebäude vernünftige Nutzungskonzepte zu erstellen um sie zu erhalten, greifen Städte und Gemeinden immer öfter zum letzten Mittel.

Hier eine Meldung aus der deutschsprachigen Mailingliste zur Archäologie
arch-de@archaeologie-online.de

Ich habe diese Pressemitteilung aus gutem Grund gekürzt: Sie trägt keine Unterschrift oder Kontaktdaten. Bevor uns nicht weitere Informationen aus unseren Reihen oder von regionalen, befreundeten Organisationen vorliegen, wäre es sträflich sie in voller Länge zu zitieren. Abgesehen davon sollte eine glaubwürdige Pressemitteilung kurz und prägnant sein und keinen Roman erzählen.

Gleichzeitig frage ich mich, warum diese Meldung erst jetzt bei der IGB landet. Diese Suppe kocht auch schon eine ganze Weile - wie das Thema Heidbrink ja auch nicht von heute auf morgen entstanden ist.

Es wäre sehr sinnvoll, wenn deartige Vorgänge sofort nach Bekanntwerden an die Vereinsspitze herangetragen werden. Dann kann in Ruhe überlegt werden, welche sinnvollen Reaktionen möglich sind. 5-vor-12-Aktionen nützen niemanden etwas.
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Pressemitteilung September 2009
Die schwierige Situation von Denkmalschutz und Denkmalpflege in einer ehemaligen Thüringer Residenzstadt – Das Beispiel Altenburg

Altenburg, im äußersten Osten Thüringens gelegen, war bis zum Ende des deutschen Kaiserreichs 1918 Residenz der Herzöge von Sachsen-Altenburg. Dieser Epoche verdankt die Stadt eine Vielzahl imposanter Gebäude wie Schloss, Marstall, Teehaus mit Orangerie, Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche, Landestheater, Landratsamt (ehem. Ministerium), ehem. Landesbank, Lindenau-Museum u.v.m. Hinzu kommen noch eine Reihe mittelalterlicher Bauten – Bartholomäikirche, Nikolaikirchturm und allen voran die Roten Spitzen (ehem. Augustiner-Chorherrenstift – gegründet von Kaiser Friedrich Barbarossa). Die Einzigartigkeit der Stadt liegt aber darin, dass diese historischen Gebäude eingebettet sind in eine Altstadt, die trotz baulicher Veränderungen ihren mittelalterlichen Stadtgrundriss bis heute weitgehend behalten hat.

Im Gegensatz zu vielen Städten Deutschlands, für die die Zerstörungen im 2. Weltkrieg schmerzliche Verluste an historischer Bausubstanz brachten, war die sträfliche Vernachlässigung der Innenstadt in den 40 Jahren DDR für Altenburg die größte Bedrohung. Viele Gebäude konnten nicht erhalten werden, standen leer, verfielen zusehends; ganze Straßenzüge wurden abgerissen. Mit der Wende wurde der Abriss gestoppt. Die Stadtväter erließen sowohl eine Sanierungs- als auch eine Erhaltungssatzung für die Altstadt. Altenburg wurde in die Bund-Länder-Städtebauförderprogramme aufgenommen. Mit Hilfe der Millionen Fördergelder, die seit 1990 geflossen sind, konnten die wichtigsten Gebäude erhalten oder zumindest baulich gesichert werden, so dass sie nicht weiter verfielen. Neben Schloss, Lindenau-Museum, Theater, Mauritianum, Rote Spitzen, Nikolaikirchturm, Kunstturm u.v.m. konnten auch viele Bürgerhäuser seitdem gerettet und wieder genutzt werden.

[...]

Wir bitten Sie um Unterstützung, damit es in Altenburg zu einem Umdenken beim Umgang mit der historischen Bausubstanz kommt und der Abriss weiterer denkmalgeschützter Gebäude in der Altstadt verhindert wird.

Altenburg im September 2009

Presseberichte

Eine längst verloren geglaubte Gemütlichkeit Pyrmonter Nachrichten (DEWEZET) am 07.12.2009

Hobbygärtner tauschen Samen gegen Stauden Pyrmonter Nachrichten (DEWEZET) am 02.11.2009

Hobbygärtner unter sich Lippische Landeszeitung am 29.10.2009

Es darf gern ein bisschen krumm und schief sein Pyrmonter Nachrichten (DEWEZET) am 28.10.2009

Tag des offenen Denkmals 2009 Pyrmonter Nachrichten (DEWEZET) am 16.09. 2009

Wohnen im Denkmal Bericht der Lippischen Landeszeitung vom 30.07.2009

Kontaktstelle in Lügde PM in der Lippischen Landeszeitung vom 10.07.2009

Henschelhaus, Kassel

Und wieder schlägt die Abrissbirne zu. Das Henschelhaus in Kassel soll einem Neubau weichen.

Ausgerechnet eines der ältesten Häuser, die die Stadt überhaupt noch zu bieten hat nachdem sie im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, hat sich ein Investor sozusagen ausgesucht um dort eine weitere Einkaufsmeile zu schaffen. Als Mieter konnte das renomierte Unternehmen Peek & Cloppenburg gewonnnen werden.

Das Henschelhaus wurde 1921 vom Architekten Karl Wittrock im Rokkokostil erbaut und ist an sich schon eine Kopie eines längst überholten Baustils. Trotzdem wurde es im Jahr 1984 unter Denkmalschutz gestellt. Wir alle wissen, wie sehr die Stadt Kassel durch britische Bomber während des 2. Weltkriegs zerstört wurde (Quelle), da blieb kaum ein Stein auf dem anderen, aber dieses Haus hat den Wahnsinn überlebt, was schon allein deshalb ein sehr guter Grund wäre, es zu erhalten.

Kassel bewirbt sich derzeit um die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbe (Info). Ich frage mich, wie dieser geplante Abriss (und Wiederaufbau der Fassade) damit zusammen passt.

Es gibt ein Bürgerbegehren, das sich für den Erhalt des Henschel-Hauses stark macht. Benötigt werden 14.000 Unterschriften (nur Kasseler Büger), um die Durchführung eines Bürgerentscheids nach § 8 b HGO durchzudrücken. Meiner Meinung nach verdient diese Aktion die volle Unterstützung durch die IGB.

Informationen zum Bürgerbegehren: www.wir-sind-buergermeister.de/henschelhaus
Weitere Informationen der Stadt Kassel zum Thema: www.kassel.de
Artikel der HNA vom 21.10.2009: Adieu, Henschelhaus
Neubauprojekt Königsplatz 55 und Wolfsschlucht 24-24a: Die möglichen Folgen …
Bei HR-Online: Abrisspläne sorgen für Empörung

Winterzeit ist Hobbyzeit

Noch Anfangs des vorigen Jahrhunderts trafen sich Frauen in der Stadt und auf dem Land während der “dunklen” Jahreszeit zum gemeinsamen Handarbeiten. Kleine Handarbeitskränzchen waren in den Städten üblich, während auf dem Land Spinnstuben (auch Lichtstube, Rockenstube, Brechelstube oder Kunkelkammer genannt) üblich waren. Damals trafen sich vorwiegend unverheiratete Frauen, um in geselliger Runde der damals notwendigen Arbeit nachzugehen. Gerade auf dem Land, wo jede Geldeinnahme überlebenswichtig war, wurde in den Wintermonaten gesponnen was das Rad hielt. Aber nicht nur wegen der Geselligkeit kam man zusammen, man sparte auch Licht und Feuer denn es musste ja nur eine Stube erhellt und erwärmt werden, damals ein nicht unwichtiger Aspekt.

Diese alte Tradition wieder aufleben lassen, verloren gegangenes Wissen auffrischen - das wollen wir mit unseren regelmäßigen Lichtstubentreffen in den Monaten November bis April. Eingeladen sind alle Frauen, gleich welchen Alters. Ob Sie stricken oder häkeln, nähen oder spinnen, alles ist möglich. Die aktuellen Termine finden Sie unter “Termine”. Ich freue mich auf Sie.

Männer sind übrigens auch willkommen, ganz der alten Tradition folgend.

Weiterführende Links (öffnen sich in einem neuen Fenster und sind nicht Bestandteil dieser Webseite):
Spinnstube bei Wikipedia
Rhönklub Bischofsheim
Streifzüge durch die Dorfgeschichte Ober-Erlenbachs
Die hessische Spinnstube
Odenwälder Spinnstube
Geschichtliches, Geschichten, Erzählungen bei der Firma Kircher Webgeräte
Frauenleben im 19. Jahrh.

Haus und Garten

Als wir im September 2005 unser Haus mit dem Garten drum herum kauften, machte ich insgeheim sofort Pläne. Viele Pflanzen aus meinem vorherigen Garten waren mit umgezogen und warteten, in enge Töpfe gezwängt, darauf ausgepflanzt zu werden. Ich war überzeugt, den Garten „nebenher“ anlegen zu können. Aber es kam alles anders. Die Pflanzen standen auch nach 2 Jahren noch in ihren Töpfen und kümmerten vor sich hin. Einiges ging ein, nur die Rosen, Pfingstrosen und Oleander haben diese Tortur auf wundersame Weise überstanden. Allerdings alle mit Ameisennestern in den Wurzelballen, worauf der Kümmerwuchs zurückzuführen war. Als ich diese Entdeckung machte, entschloss ich mich spontan, alle Pflanzen irgendwo einzupflanzen, damit sie sich wieder erholen konnten. Vorher aber mussten die Nester vernichtet werden, wozu größtenteils schon ein ausgiebiges Wässern der Topfballen ausreichte.

Inzwischen ist aus einem ungepflegten Grundstück, das während der Bauphase stark gelitten hat, ein kleines Paradies geworden. Was sich alles getan hat und noch tut, kann man in meinem Gartenblog nachlesen.

Die Erfahrungen, Freuden und Leiden möchte ich gerne mit Ihnen teilen und eine Pflanzentauschbörse, sowie einen Tag des offenen Bauerngartens ins Leben rufen.

Als Hausfrau hat man ja nicht nur lästige Pflichten. Es gibt durchaus Tätigkeiten, die man als Hobby bezeichnen kann. So z.B. die Beschäftigung mit alten Handwerkstechniken, Sammeln und wiederverwenden von alten Stoffen und Wäsche, u.v.a.m. Auch dieses Hobby verlangt nach Geselligkeit und Austausch. Früher gab es Lichtstuben (Spinnstuben) und Handarbeitskränzchen, warum nicht diese schöne Tradition wieder aufleben lassen und im Rahmen der Kontaktstelle diverse Kurse anbieten …

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