Das ist immer so eine Sache mit den Ideen und Wünschen.
Natürlich hatten wir Anfangs einige Vorstellungen, die wir aber ganz schnell wieder vergessen konnten und auch haben. So ein altes Haus kann man nun einmal nicht in einen Traumhausneubau verwandeln.
Der Grundriss unserer alten Schule ist gegenüber anderen alten Häusern fast schon monumental. Vor allem die hohen Wände schaffen mit ihren 3,20 m im EG und 2,60 m im OG weite und luftige Räume.
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Der Hauseingang befindet sich auf der Nordseite. Durch die doppelflügelige Tür (die einflügelige, ehemalige Eingangstüre für die Schüler wurde fest verschlossen) gelangt man in eine geräumige Diele. Hier befindet sich auch ein Kamin, der in der Übergangszeit für kuschelige Wärme sorgt.
Der ehemalige Schulraum hat eine Grundfläche von ca. 30 m² und ist mit 4 großen Fenstern sehr hell, obwohl die Außenwände an der Nord- und Ostseite liegen. Dieser Raum ist unsere "Gute Stube".
Der dahinter liegende Raum ist unser Esszimmer, das von der Küche und dem Wohnzimmer aus erreicht wird. Auch hier ist auf 16 m² Platz genug für unseren großen Esstisch mit 6 Stühlen, einem alten Küchenschrank und einer alten Anrichte. 2 Fenster an der Ost- und Südseite bringen viel Licht in den Raum.
Die Küche hat einen relativ ungünstigen Schnitt, ist aber mit ihren ca. 16 m² immerhin groß genug. Leider hat sie nur ein Fenster an der Südseite, direkt am Anbau. So ist sie relativ dunkel. Dafür ist die zentrale Lage ideal.
Das Bad ist für unsere Begriffe mit seinen fast 14 m² ein Tanzsaal. Das große Fenster auf der Westseite bringt genügend Helligkeit und der Durchgang zur Ankleide und in die Waschküche ist mehr als nur geschickt.
Für Toilette und Waschküche wurde in die ehemalige Speisekammer eine Zwischenwand eingezogen. Ein separates WC muss einfach sein.
Die Ankleide hat beinahe die gleiche Grundfläche wie unser Bad, hat ebenfalls ein Fenster auf der Westseite und einen Durchgang zum Schlafzimmer.
Das Schlafzimmer ist mit seinen fast 20 m² beinahe doppelt so groß als das, was wir in unserem vorherigen Haus hatten. Ich freue mich schon auf diese Geräumigkeit ohne sperrigen Schrank. Die beiden Fenster auf der Nordseite und das an der Westseite machen den Raum schön hell.
Ideal ist, dass man alle Räume von allen Seiten aus erreichen kann.
Eine recht steile Holztreppe führt ins Obergeschoss. Dort befinden sich 2 ausgebaute Räume, 3 Dachkammern und der Durchgang zum ehemaligen Heuboden. Der linke Raum wurde mit der Räucherkammer zusammengelegt (sichtbares Fachwerk) und ist das Gästezimmer. Rechts das Reich des Hausherrn, das zusammen mit der rechten Abseite (sichtbares Fachwerk) ein sehr gemütlicher und heller Raum ist. Der ca. 60 m² große Heuboden wurde zum Hobbyraum für die Hausherrin ausgebaut. Wir haben bewußt auf Dachfenster verzichtet, auf Kosten des einfallenden Tageslichts. Aber da an den einzelnen Arbeitsplätzen auch tagsüber immer eine künstliche Beleuchtung notwendig ist, erschienen uns Dachfenster überflüssig. Das Fenster auf der Südseite läßt zumindest an Sonnentagen viel Licht herein.
Zwischen Arbeitszimmer und Hobbyraum ist das Gästebad.
Der geräumige Flur und die lange Abseite sind nicht vorneinander getrennt. Die Abseite wird einmal ein kleines Fernseh- und Radio Museum beherbergen. Ein brach liegendes Hobby des Hausherrn ...
In den Spitzboden gelangt man über eine einfache Treppe. Wir haben, bedingt durch den Einbau des Gästebads eine kleine Plattform mit "Tunnel" geschaffen, durch den man auf den Knien rutschend auf den Boden gelangt. Etwas umständlich, aber selbst der Schornsteinfeger hat das so "gefressen". Dort oben ist ein wunderbares Versteck für Schmollgeister und Katzen ;-). Ein Ausbau ist aber nicht geplant, der Boden ist Lagerplatz für alles was man nur einmal im Jahr braucht.
Im Anbau gibt es noch einen Zwischenboden, ideal für alles was man aufheben will, obwohl es eigentlich überflüssig wäre ;-) Das "EG im Anbau" ist Werkstatt und der ehemalige Stall ist nun Heizung. Die ehemalige Miste dient im Winter als Unterstellplatz für die Gartenmöbel und als Trockenplatz für die Wäsche.
Der Keller befindet sich unter dem Wohnzimmer, ist aber nur halb so breit. Dort unten ist es durch die dicken Bruchsteinwände wunderbar kühl und auch feucht. Durch ein kleines Fenster auf der Ostseite kommt Luft rein. Wir werden dieses Fenster im Sommer von außen mit einer Holzklappe abdecken, so dass die warme Außenluft wenig Chancen hat, diesen Raum unnötig aufzuheizen.
Auf dem ehemaligen Hühnerauslauf wurde eine Holzlege errichtet. Der kurze Weg zur Heizung ist ideal |