Das alte Schulhaus in Hummersen
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Bautagebuch, die Dokumentation des Baufortschritts.
August 2006

09.

Endlich ist das Wetter arbeitsgerecht ;-)

Seit letzten Freitag haben wir einen guten Zimmermann und Schreiner auf der Baustelle, der sich um die "vergessenen" Holzreparaturen kümmert. Er ist ausgebildeter Techniker in der Denkmalpflege und macht seine Sache ganz toll. Wo er reparieren muss, sieht man so gut wie nichts von außen. Ärgerlich ist nur, dass insgesamt 5 Fensterriegel gravierende Schäden hatten, das hätten unsere ersten Zimmerleute sehen und sich anstatt um Fußböden, um diese Dinge kümmern müssen. Nun musste der dicke Unterputz teilweise noch einmal abgemacht werden. Der Maurer darf die entsprechenden Gefache wieder schließen und anschließend 5 cm Putz aufziehen. Das dauert dann wieder entsprechend bis der trocken ist. Und kostet doppelt.

Ansonsten wird der Unterputz heute fertig, in Bad und Ankleide ist sogar schon der Oberputz an den Wäden, dort muss nur noch die Decke gemacht werden. Die Zwischenwand WC/Waschküche ist auch schon halb hoch gemauert. Das wird in 2 Abschnitten gemacht, weil die Wand mit Lehmsteinen sonst nicht hält.

Die Duschecke im Bad wird nun doch als Halbnische gemauert. Die Echtglas-Trennwände in Sonderanfertigung sind extrem teuer, so dass wir uns für die günstigere Lösung entschieden haben. So können wir eine Standart-Eckverglasung einsetzen.

Für die Küchenhexe machen wir ein kleines Betonfundament und mauern auch auf Höhe, dann steht der Ofen ebenfalls in einer Nische und die Umgebung ist Hitzeschutztechnisch gut abgeschirmt. Neben dem Herd gibt es dann eine separate Nische für Kochtöpfe und Holz. Das Ganze wird mit Kacheln verblendet. Die Küchenmöbel werden selbst gemacht. Die Arbeitsplatte wird gefliest.

19.

Viele Fragen wurden uns heute gestellt. Herr Stiewe war mit dem Heimatverein Blomberg hier. Unsere Baustelle wurde eingehend besichtigt, Details wurden erfragt, usw.

Und dann noch eine Überraschung: Eine Dorfbewohnerin schenkte uns eine alte Schul-Landkarte vom Kreis Lippe-Detmold. Die Karte stammt vermutlich aus den 1950ern. Dieses schöne Stück wird einen Ehrenplatz erhalten

30.

Es wird allerfleißigst gearbeitet. Zimmer für Zimmer kommt der Oberputz endlich an die Wände, allmählich sieht man was es einmal werden soll. Allerdings sind die Fenster für die Westseite noch nicht fertig. Das wird verflixt knapp. Die muss ich nach Lieferung ja noch streichen und einglasen. Leinölkitt braucht seine 4-6 Wochen bis er trocken genug ist um ihn überstreichen zu können.

Einen erneuten Schock hat uns der Zustand der Schwellen im Anbau beschert. Die sind derart morsch gewesen, dass uns nichts anderes übrig blieb, als sie auszutauschen. Zumindest dort, wo es später ärgerlich gewesen wäre nochmals alles aufzureißen. Die Zwischenwände zur Heizung und zu den ehemaligen Schülertoiletten müssen wir im nächsten Sommer in Angriff nehmen, sonst laufen uns die Kosten wieder davon. Dabei hatte man mir die als "noch in Ordnung" "verkauft". Teilweise ist das mehr als ärgerlich weil Gefache schon frisch gemauert wurden. Manchmal möchte ich wirklich einen Knüppel nehmen ...

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