09.
Es ist warm und sonnig – da macht das Arbeiten richtig Spaß. Zwischenzeitlich wurden die Bautrockner wieder abgeholt.
Lehmbauer und Maurer sind fleißig im EG am Verputzen, Ausmauern, den Stahlträger für den Grundofen einbetonieren. Allmählich sind alle Löcher wieder geschlossen. Im Wohnzimmer sind die neuen Lagerhölzer drin, der Fehlboden und der Altlehm ebenfalls. Einer unserer Bauhelfer hat einen Teil des Rauhspundbodens gelegt, darauf soll dann die Grundplatte für den Grundofen gegossen werden. Hoffentlich kommt morgen das Material – uns fehlt noch die Bewehrungsmatte.
Ansonsten sind die Zimmerleute erst mal soweit fertig. Bis das Gerüst aufgestellt ist – dann müssen die restlichen Dacharbeiten gemacht werden. Allerdings gibt es ein paar Kleinigkeiten, die ein wenig versaubügelt wurden. So muss morgen einer kommen und die Unterkonstruktion für den Abstand hinter den letzten Deckenbalken in Bad und Ankleide machen. Das haben sie schlichtweg vergessen und wir sollten uns jetzt damit rum plagen – nix da!
10.
In Bad, Ankleide und Schlafzimmer ist der Ausgleichsputz an den Wänden. Nur im Anbau gibt es noch offene Gefache. Heute wird der Rest der Balken mit Schilfmatten verkleidet.
12.
Fast sämtlicher Altlehm wurde vom Lehmbauer zu Ausgleichslehm verarbeitet. Dazu hat er immer einen Teil Altlehm zusammen mit Unterlehm und 2 Schippen Sand im Zwangsmischer zu einer nicht mehr ganz so fetten Mischung zusammengemischt und das Ganze auf die Fehlstellen verteilt. Bis auf wenige Quadratmeter sind die Wände und Decken nun auch im EG wieder mit Lehm bedeckt.
16.
Die freigelegten Balken sind von Männe am Wochenende sauber gebürstet worden und wir haben kräftig aufgeräumt. Fast alles, was im Haus nichts zu suchen hat und nur im Weg herum steht, ist nun ausgelagert. Ärgerlich, dass eineinhalb Paletten mit Kalkputz nun zum dritten Mal umgeschichtet werden mussten. Das haben wir einem übereifrigen Handwerker und unserem Archi zu verdanken.
Seit gestern ist der Elektriker noch einmal im Haus und legt die restliche Installation im Haupthaus und Anbau. Ich denke, dass er heute fertig wird.
Meine Aufgabe in dieser Woche ist das Aufräumen von Material, welches vorerst nicht mehr gebraucht wird, das Aufnehmen der Holzdielen in Ess- und Schlafzimmer und der restlichen Bodenplatten im Flur. Außerdem müssen die Fenster in die Werkstatt gebracht werden, was ich wohl morgen machen werde.
Wenn unser Helfer diese Woche noch einmal etwas Zeit hat, können wir auch damit anfangen, den Steinhaufen am Nebenhäuschen endlich sauber hinten im Garten aufschichten. Dabei muss dringend sortiert werden weil in der Zwischenzeit ein heilloses Durcheinander herrscht. Außerdem muss das Nebenhaus dringend gesichert werden, es droht einzustürzen weil nun gut die Hälfte des eingelagerten Feuerholz’ raus ist und die Konstruktion doch schon extrem marode ist, sie wurde nur noch vom Holz und von der querliegenden Regenrinne gestützt. Nachdem nun ein Teil des Feuerholz' weg ist ...
17.
Die Helfer haben Zeit :-)
Am Nebenhäuschen lehnt nun kein Stein mehr, es ist notdürftig an der hinteren Giebelseite gesichert worden. Alles Steinzeugs liegt sortiert und sauber aufgestellt auf Paletten, das Kleinzeugs haben wir in in den leeren Lehm-Big-Bags verstaut.
Meine Wenigkeit hat den Fußboden im Schlafzimmer aufgenommen, was mir fast zerstörungsfrei gelungen ist. Die Dielen werden nun im OG Gästebad und Männes Hobbyraum neu verlegt. Davor müssen sie aber erst noch gesäubert und abgeschliffen werden. Was das Alter der Dielen betrifft – die wurden wohl um 1950 verlegt, sind aus dem gleichen Holz wie die im Gästezimmer und im Flur oben. Die Lagerbalken lagen/liegen auf großen Steinen und sind aus recht schmalem Holz, vermutlich Fichte. Die Oberkante des Lehmbodens lag etwa 50 cm tiefer als in den anderen Räumen. Wir haben vorerst den überflüssigen Sand/Kies dorthin verfrachtet und schon mal einen Teil des Aushubs aus dem Bad.
Auch die restlichen Sandsteinplatten im Flur wurden aufgenommen und zu den anderen gestellt. Leider habe ich einen doch recht heftigen Schaden am Treppenfuß festgestellt. Was unterhalb der Steinplatten war, ist vollkommen vermodert. Damit ist das gute alte Stück nun endgültig ein Sanierungsfall. Ich bin gespannt, was Münster dazu sagt. Kommenden Dienstag ist Ortstermin mit der oberen und dem unteren Denkmalschützer/In.
Die Dielen im Esszimmer liegen teilweise noch. Das sind echte Kawenzmänner: ca. 30 cm breit und gute 3 cm stark. Sie liegen auf alten Eichenbalken, die wohl schon aus Zweitverwendung stammen. Leider auch hier wieder relativ viel morsches Holz und wackelige Auflager. Außerdem war der Zwischenraum wohl eine Zeit lang Winterlager für ein oder mehrere Nagetierchen. Ich fand Tannennadeln und leere Eicheln. Der große Rest der Dielen kann erst aufgenommen werden wenn das Fenster raus ist. Sonst kann ich dort die Leiter nicht mehr sicher aufstellen. Das Gerüst kommt ja schon nächste Woche ...
Das Alter dieser Dielen schätze ich auf rund 100 Jahre, vielleicht sind sie aber auch jünger. Jedenfalls wurden keine Eisennägel zur Befestigung verwendet. Das Holz ist Nadelholz.
Vor der Doppel-Eingangstüre haben wir den Treppenbereich sauber ausgeschachtet.
18.
Die Elektrik ist so gut wie fertig. Es sind nur noch ein paar Kleinigkeiten an Kabel und Dosen zu ziehen/anzubringen. Der gesamte Anbau hat sogar schon Licht und Strom, es fehlt nur noch eine Lampe und die endgültige Befestigung des Schalters im hinteren Gang. Außerdem natürlich die komplette Außeninstallation. Die kann erst gemacht werden, wenn wir da mit dem Verputzen fertig sind und die Lampen ausgesucht haben.
19.
Heute habe ich einige Fenster der Westseite zu Drücker&Schnitger gefahren – und mich dabei dann auch gleich noch hinter Paderborn verfahren. Aber ich hab es dann doch geschafft. Jetzt wird eine Kostenschätzung für die doch recht aufwendige Reparatur erstellt und alternativ dazu für den Nachbau der Fenster. Mal sehen, was das wird. Ansonsten war Ruhetag.
27.
Diese Woche war es recht ruhig. Der Lehmbauer kommt erst nächste Woche wieder, es ist zu kühl für den Lehm.
Ich habe mit unseren Helfern den Fußboden im Wohnzimmer so weit es ging verlegt, aufgeräumt, sauber gemacht. Eine Nottreppe vom Flur im OG zum Hobbyraum wurde auch gebaut. Nun muss man da nicht mehr so große Schritte nach unten machen.
Am Dienstag kam Frau Dr. Kaiser und Herr Biastoch zu einer Begehung vorbei. Die ist sehr gut verlaufen. Frau Dr. Kaiser machte ein paar gute Vorschläge, wir haben alle Fragen bzgl. der Treppe (Reparatur muss wirtschaftlich sein), der Wandverkleidung im Wohnzimmer (quer - wie Bestand), der Oberflächenbeschaffenheit der Wände (Gestaltungsfrage - Kalk in den Feuchträumen und in der Küche, Keller und Anbau). Außerdem bot sie mir an, meine Geschichtsunterlagen zu lesen. Herr Biastoch war entsetzt über das, was unser Tischler fabriziert hat. Der Termin mit dem Rechtsanwalt ist in 2 Wochen.
Männe hat gestern den restlichen Putz an der Ostseite abgeschlagen und er konnte auch noch mit der Balkenbürste einiges Holz abbürsten. Bis es dann endgültig zu regnen begann ...
Heute müssen wir mal sehen wie das mit dem Wetter wird. Es sieht nicht gut aus.
28.
Das Wetter nervt etwas. Es ist sehr kühl und nächste Woche soll es noch kälter werden. Da sind wohl die Eisheiligen an der Reihe. Deshalb haben wir beschlossen, noch eine weitere Woche zu warten. Diese Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit ist nichts für frischen Lehm an den Wänden.
Männe hat noch einige Balken gesäubert und den Schutt unter dem Gerüst entfernt. Den Rest werden wir in der kommenden Woche machen. Danach können die Balken am Anbau auch gleich mit dem Waid gestrichen werden. Die Balken an der Westseite ebenfalls, nachdem der zementäre Reparaturputz entfernt wurde. Das ist auch eine Baustelle für die kommende Woche.
Ich habe morgen noch einen Ruhetag. Das tut mir gut, die Nerven sind doch schon ganz schön angegriffen und mein Elan läßt etwas zu wünschen übrig. Dieses Haus kostet mich eine Unmenge Kraft. Und trotzdem kann ich mich immer wieder aufraffen. Eigentlich geht es jetzt ja auch kontinuierlich vorwärts. Gegen das Wetter kann man halt nichts machen - und das ist auch gut so.
Dafür wird diese Homepage nun schneller auf den neuesten Stand gebracht, das ist doch auch etwas. Immerhin wird die alte Schule mit Argusaugen beobachtet und ich hörte schon so manche "Beschwerde", warum es hier nicht weiter geht. Nun kann sich niemand mehr "beklagen" ;-)
29.
Ist das ein Wetter ...
Vormittags war es noch trocken und ich nahm mir schon vor, doch noch rüber zu gehen und endlich das Gras zu mähen. Wollte nur noch die Mittagszeit verstreichen lassen. Aber nun hat es derart geschüttet und gehagelt, dass daran nicht zu denken ist.
Dann kommt dieser Punkt eben auf die morgige Arbeitsliste.
Wer flexibel bleibt, hat weniger Stress *grins
Hoffentlich hat der Wettergott dann aber auch mehr Einsehen ...
30.
Wetter?
Reden wir lieber nicht davon.
Ich habe mal wieder frei, es ist niemand auf der Baustelle und allein kann ich im Moment nichts tun. Erst müssen die restlichen Fenster rausgenommen werden, die ich dann wieder entglasen und abschleifen darf
31.
Brrrr, das ist ja wie im Winter.
Unsere Helfer standen auf dem Gerüst. Einer hat damit begonnen, die Westfassade vom Altputz (zementhaltig und alter Kalk) zu befreien, der andere tanzte mit der Balkenbürste. Und ich? In Ermangelung eines gescheiten Rasenmähers bewaffnete ich mich mit dem Freischneider und habe begonnen, das schon sehr hohe Gras abzuschneiden. Das Ende der Geschichte sind irrsinnige Kreuzschmerzen und ein "Besuch" im Internet. Ich habe kurzerhand einen vernünftigen Rasenmäher gekauft. Hoffentlich kommt das Ding bald.
Ich wusste gar nicht, dass Rasenmäher so teuer sein können und habe mich dann für einen Mittelklassewagen entschieden ;-) - Nein, keinen Aufsitzmäher, das wäre dann doch etwas lächerlich.
Männe meinte lapidar: Schone dich, ich mache das am Samstag (mit dem Freischneider). Ich möchte nur wissen, was er am Samstag noch alles machen will ??? Vor allem will ich das Gejammere wegen der Kreuzschmerzen lieber nicht hören ;-) |