Das alte Schulhaus in Hummersen
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Bautagebuch, die Dokumentation des Baufortschritts.
November 2005

11.

Das waren extrem stressige Tage.
Erst waren wir mit der Arbeit eines Handwerkers sehr unzufrieden. Zu zweit haben sie etwa ein Viertel der Schwelle untermauert und dabei 5!! Sack Solubel vermauert. Dann haben sie mir noch gezeigt wie ausgefacht wird. Aber auch das nur sehr rudimentär. Wir haben dann unseren großen Zauberer (Zimmermann) gefragt und der hat uns einen Maurer empfohlen der nur solche Dinge wie bei uns macht – ein Kleinunternehmer. Mit Lupo (Herr Kunde) machen wir nun sehr gute Erfahrungen. Merkwürdig ist nur, dass dieser Handwerker auf der Liste des Zimmermanns stand, die er an unseren Archi schickte. Der schickte sie mir weiter, aber anscheinend modifizierte Liste, jedenfalls war da kein Lupo oder F. Kunde dabei.

Wir haben den Umzug gemacht und sind damit sehr im Stress gewesen. Ohne Jana und Michel wäre das nicht möglich gewesen. Aber wir haben es geschafft.

Nun sind wir in Rischenau gemeldet und damit Bürger in NRW.

Das Dach ist nun auch bald fertig, nächste Woche muss noch die Südseite des Hauptdaches gemacht werden und dann wird vollends eingedeckt.

21.

Das Wetter macht uns seit einer Woche täglich einen Strich durch die Rechnung.Aber die Einreichung der Rechnungen beim Amt für Agrarordnung war wenigstens positiv. Wir haben nun schon knapp über 14.000 € an Zuschüssen bekommen und können noch alle Rechnungen, die bis zum 5.12. anfallen, einreichen um für dieses Jahr noch Zuschüsse zu bekommen. Nur ganz ausschöpfen dürfen wir die 20.000 € noch nicht, denn dann müssten wir auch fertig sein.

Das Dach ist jetzt komplett zu. Nun müssen die Spenglerarbeiten gemacht werden und dann kann eingedeckt werden. Die Riegel unter den Fenstern auf der Wetterseite sind auch fertig, ein Beiständer am Fenster im Bad fehlt noch. Und im Schlafzimmer muss der Riegel unter dem Nordfenster auch noch ausgetauscht werden.

Im Gästezimmer habe ich den Durchbruch zur Räucherkammer gemacht. Das kann nun zimmermanns-mäßig auch fertig gemacht werden. Dort muss eine neues Stück Schwelle rein.

Das Loch im Boden über der Eingangstüre ist zu, der Dachkasten ist dort auch ausgebessert. Im Raum rechts neben dem Arbeitszimmer des Hausherrn muss noch ein Stück des Bodens ausgebessert werden.

Heute werden der Spengler und Lupo kommen. Lupo soll mit dem Ausmauern der Gefache beginnen. Dabei werde ich wohl helfen müssen, die Steine sind nicht sauber genug und ein paar Gefache oberhalb müssen auch rausgenommen werden, die sind einfach schon zu locker.

25.

Lupo ist nicht gekommen – zum Mauern ist es zu kalt ...
Und das Dach ist auch noch nicht fertig gedeckt. Irgendwie ärgert mich das jetzt allmählich. Denn in der vergangenen Nacht hat es kräftig geschneit. Es wird also nichts mit dem Eindecken. Wir hätten einen separaten Dachdeckerbetrieb beauftragen sollen, dann wäre alles schneller voran gegangen. So stehen wir zum Winteranbruch mit einem offenen Haus da, an dem noch einiges an Fachwerkarbeiten zu machen sind. Ich glaube nicht, dass die Dämmung ständigen Schnee aushalten wird. Sie wird vom Gewicht des Schnees eingedrückt werden. Das ist alles ziemlich ärgerlich.

Wir werden umziehen, in die beiden kleinen Wohnungen im Forsthaus. Die Wohnungen sind eigentlich für die Auszubildenden des Hotels Lippische Rose gedacht, aber in diesem Jahr blieben die Wohnungen unbelegt. In der Ferienwohnung ist es sehr kalt. Die Küche bekommt nur wenig mehr als 16°C, im Wintergarten hilft nur die Gasheizung, der Flur wird auch nicht warm. Wir können die Katzen nicht rauslassen, weil sie sich hier nicht an die Umgebung gewöhnen dürfen. Das ist zu nah dran am Haus – sie würden später immer wieder hier her laufen.

Morgen und am Sonntag ziehen wir um. Dann hat auch das extrem frühe Aufstehen ein Ende. Wir haben einen richtig warmen Pausenraum und ich kann nach dem Aufstehen endlich in Ruhe Kaffee trinken und meine Zigarette rauchen. Das geht in der Ferienwohnung auch nicht.

30.

Es hat es wieder getaut – zum Glück. Gestern haben sie angefangen, das restliche Dach einzudecken. Michel, Männes Sohn, hat kräftig zulangen müssen. Er hat Ziegel in den Wagen geladen, zum Aufzug gebracht, dort aufgeladen und aufs Dach geschickt.

Heute war der Sanitärinstallateur noch einmal da. Wir haben das Gästebad nochmals besprochen. In der Hauptsache ging es um die Rohrbelüftung über Dach. Das ist nun auch geklärt – das Rohr wird hinter der Dusche nach oben in die Kehle geführt.

Der Hausherr hat wieder ein Projekt. Er ist nun dauerhaft für einige Monate in Wolfsburg und nur am Wochenende auf der Baustelle. Das bedeutet für mich, dass ich ab sofort auf mich selbst gestellt bin, und das nicht nur mit der ganzen Arbeit. Aber das Kind schaukeln wir auch noch. Schließlich ist das alles für unseren Traum. Und das Geld dafür will auch erst einmal verdient werden, bevor ich es ausgeben kann.

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